14.15-15.30 TRANSDISZIPLINÄRE LEHRE UND VERMITTLUNG IN DEN GENDER STUDIES AN DER HU
Körper – Kultur – Materialität. Transdisziplinäre
Reflektionen zum brisanten Verhältnis von Natur-, Technik- und Kulturwissenschaft
Gabi Dietze (Kulturwissenschaft), Kerstin Palm (Naturwissenschaftsforschung)
Die Materialität von Körpern steht im Zentrum der Gender Studies, weil sich
daran maßgebliche soziale, kulturelle und identitätspolitische Äußerungsweisen
von Geschlecht festmachen. Je nach disziplinärem Zugriff werden dabei sehr
unterschiedliche Problemhorizonte von Materialität entfaltet, die oft in einem
spannungsreichen Verhältnis zueinander stehen.
Wir werden am Beispiel des besonders brisanten Verhältnisses von Biologie
und Kulturwissenschaft transdisziplinäre Reflektionsweisen diskutieren, die
wir in gemeinsamen Teamteachingseminaren entwickelt haben.
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E-Learning und methodische Kompetenzen in der Geschlechterforschung.
Transdisziplinarität anhand der gemeinsamen Erarbeitung eines Wiki-Beitrags
zu „Männlichkeiten“
Maisha Eggers (Erziehungswissenschaft), Danilo Vetter (Bibliothekswissenschaft)
In diesem Workshop werden wir anhand eines überuniversitären Projekts (durchgeführt
im Sommersemester 2006 gleichzeitig an den Universitäten Humboldt-Berlin,
Gießen und Kiel) beispielhaft den Erwerb von methodischen Kompetenzen der
Frauen- und Geschlechterforschung durch E-Learning veranschaulichen. Wir werden
mittels der Methode der kollektiven Erinnerungsarbeit (Frigga Haug) in Kleingruppen
an einer gemeinsamen Erinnerungsszene arbeiten. Die ausgesuchte Szene wurde
im Rahmen des virtuellen Seminars „Interdependenzen“ 2006 verfasst. Die Analyse
des Materials setzt eine Auseinandersetzung mit Männlichkeit(en) voraus. Die
exemplarische Bearbeitung dieser Szene wollen wir als Möglichkeit nutzen um
über den Einsatz von E-Learning in der transdisziplinären Lehre insbesondere
in Verbindung mit der Umsetzung von feministische Methoden online gemeinsam
zu diskutieren. Dabei ist der gewählte Gegenstand „masculinities“ – einer
der sich sehr gut eignet, die Bedeutsamkeit transdisziplinärer Analysearbeit
herauszustreichen.
Jede Kleingruppe wird für einen methodischen Schritt verantwortlich, insofern
kann ein Gesamtergebnis erst durch die aufeinanderfolgende Bearbeitungen der
Szene durch die weiteren Gruppen (am Computer) entstehen.
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Mathematik und Gender Studies – (Un)Möglichkeiten
einer Begegnung. Transdisziplinarität als Begriffsarbeit anhand der„Zahl“
Christine Scharlach (Mathematik), Daniela Döring (Kulturwissenschaft)
Der Workshop fokussiert die (Un)Möglichkeiten einer Begegnung zwischen Mathematik
und Gender-Studies. Transdisziplinäres Arbeiten soll hier als Begriffsdiskussion
erprobt werden, wobei der Ausgangspunkt des Workshops der Begriff der Zahl
sein wird. Zahlen stellen ein fundamentales Grundwerkzeug der Mathematik dar.
Sie konstituieren eine Sprache, die sich als Notation im abstrakten Gewand
scheinbar fern von gesellschaftlichen Einflüssen und Bedingtheiten zeigt.
Entgegen dieser Argumentation fragen wir nach den Spuren des Sozialen, Kulturellen
und der Geschlechterverhältnisse in der Mathematik. Wie wird mit dieser formalisierten
Sprache die Kategorie Geschlecht implizit oder explizit mit formuliert?
Im Mittelpunkt des Workshops stehen drei verschiedene Texte, die sich der
Zahl (voraussichtlich) aus mathematischer, neurowissenschaftlicher und kulturhistorischer
Sicht widmen. Anhand dieser sehr knapp gehaltenen Textauszüge werden wir versuchen,
einige Positionen, Grundannahmen, Zielrichtungen sowie methodische und epistemologische
Aspekte in der Auseinandersetzung mit der Zahl heraus zu kristallisieren.
Unter Berücksichtigung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden soll diskutiert
werden, inwieweit und unter welchen Bedingungen man diese Texte miteinander
ins Gespräch bringen und für eine wissenschaftskritische Forschung fruchtbar
machen kann (sofern es die Zeit zulässt soll dies als Rollenspiel erprobt
werden). Wie lässt sich eine Kritik formulieren, ohne beispielsweise die mathematische
Tätigkeit grundsätzlich in Frage zu stellen? Lassen sich neben wissenschaftskritischen
Ansätzen auch Anknüpfungspunkte für gendersensible Lesarten aufzeigen?
In der abschließenden Feedback-Diskussion wollen wir gemeinsam zusammentragen,
welche Herausforderungen, Grenzen und Schwierigkeiten sich für transdisziplinäres
Arbeiten aufzeigen lassen.
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Interventionen gegen Diskriminierung: Transdisziplinäre
Blicke auf das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG)
Sandra Lewalter (Rechtswissenschaft), Sandra Smykalla (Erziehungswissenschaft)
In geschlechtertheoretischen Auseinandersetzungen um Intersektionalität gewinnt
die Frage nach der Beharrlichkeit oder Instabilität der Strukturkategorie
Geschlecht sowie das Dilemma der Festschreibung und Auflösung von Differenzen
an Bedeutung. Gleichzeitig werden in der Praxis von Organisationen die Ermöglichung
von Vielfalt und die Beförderung von Gleichstellung mit den Strategien Gender
Mainstreaming (GM) und Diversity Management (DM) adressiert. Durch neue rechtliche
Rahmenbedingungen, wie das im August 2006 in Kraft getretene AGG, entstehen
daraus neue Herausforderungen sowohl für gleichstellungspolitisches Handeln
als auch für intersektionale Forschungsansätze.
Wir wollen im Workshop der Frage nachgehen, wie transdiziplinäre Blicke auf
einen Lehr- und Forschungsgegenstand entstehen. Wir zeigen dies, indem wir
untersuchen, welche Lesarten von Gender, Vielfalt und Differenz sich in einen
Rechtstext einschreiben bzw. durch ihn hergestellt werden. Am Beispiel des
AGG werden Chancen und Grenzen von Anti-Diskriminierungspraxen untersucht
und diskutiert, welche Herausforderungen dies für eine zukünftige Rechtspraxis
und für eine transdisziplinäre Forschung hat.
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Workshop – Transdisziplinarität: Irritation und Bereicherung?
Studentische Erfahrungen
Sandra Stoll, Frauke Heidenreich, Ulrike Sliwinski (Studierende der Gender
Studies)
Der Workshop möchte dazu einladen den studentischen Umgang mit Transdisziplinarität
im Studium erfahrbar zu machen. Welche Herausforderungen begleiten Studierende?
Wie anregend können vielfältige Perspektiven bei der Erarbeitung von Wissen
sein? Inwieweit ergeben sich aus diesen hohen Grad von Wissenstransfer Problemstellungen?
Gibt es theoretische Spannungen zwischen den Disziplinen, denen die Studierenden
ausgesetzt sind? Diese Fragen und noch viel mehr möchte der Workshop im lebendigen
Austausch mit den TeilnehmerInnen versuchen zu beantworten.
Wir freuen uns darauf.
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9:30-11:15 SESSION 1
Berufsperspektiven von Gender Studies
„... wo sind sie geblieben?” Die AbsolventInnen der Gender Studies in Berlin
Christine Bauhardt, Ilona Pache – HU Berlin
Wir werden im Workshop die ersten Ergebnisse unserer Verbleibstudie vorstellen,
bei der wir eine möglichst vollständige Erhebung der AbvsolventInnen des Berliner
Magisterstudienganges anstreben. Dabei fragen wir nach den beruflichen Aktivitäten,
den Kompetenzen, die aus dem Studium heraus in der Berufspraxis Anwendung
finden, welche Kompetenzen möglicherweise fehlen und im Studium vielleicht
zu vermitteln wären. Ein Schwerpunkt ist, wie sich die Ausbildungsziele -
Erwerb von Gender- und transdisziplinärer Kompetenz - auf das professionelle
Leben der AbsolventInnen auswirken. Da es sich um Work in Progress handelt,
sind wir an einem Austausch mit KollegInnen interessiert, die möglicherweise
an ähnlichen Verbleibstudien arbeiten.
Kontakt: Ilona Pache, ilona.pache@gender.hu-berlin.de
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Wissenschaftlicher Nachwuchs in den Gender Studies
– Perspektiven, Potenziale, Probleme
Sven Glawion – HU Berlin
In Anschluss an die Diskussion auf der GST/Frankfurt 2006 möchten wir, der
wissenschaftliche Nachwuchs in den Gender Studies, auch die diesjährige Tagung
zum Austausch und zur Vernetzung nutzen. Fokussieren möchten wir dabei unsere
(berufliche) Zukunft: Wie könnte diese Zukunft (inner- und außeruniversitär)
überhaupt aussehen? Welche Strategien erscheinen uns als sinnvoll, um unsere
jeweiligen Ziele zu erreichen? Wie sieht unser Anteil an der Verstetigung
der Gender Studies aus? Sehen wir die Zukunft eher optimistisch oder pessimistisch?
Welche Formen der Organisation halten wir für geeignet, um uns auch zukünftig
in den Gender Studies positionieren und diese damit auch verstetigen zu können?
Wichtig ist es uns, dass wir im Anschluss unsere Ergebnisse im Gesamt-Plenum
präsentieren und dort auch mit allen Teilnehmenden diskutieren können.
Die AG wird angeboten vom Graduiertenkolleg „Geschlecht als Wissenskategorie“
(HU Berlin).
Kontakt: sven.glawion@rz.hu-berlin.de
AdressatInnen:
offen, besonders aber Studierende, AbsolventInnen, Promovierende und Post-Docs
aus den Forschungsfeldern Frauen- und Geschlechterstudien
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Evaluation der universitären Frauen- und Geschlechterforschungseinrichtungen
– Informations- und Erfahrungsaustausch
KonZen – Karola Maltry u.a.
Im Herbst 2006 wurden die hessischen Zentren für Frauen- und Geschlechterforschung
an den fünf Universitäten Frankfurt, Kassel, Marburg, Darmstadt und Gießen
evaluiert. Auftraggeber war das HMWK (Hessisches Ministerium für Wissenschaft
und Kunst), das die Zentren bis Ende 2006 aus Mitteln des HWP-Programms anteilig
mitfinanziert hat.
Wir von KonZen (Konferenz der Zentren und Einrichtungen für Frauen- und Genderforschung
in Hessen) möchten interessierte Kolleginnen aus den anderen Zentren über
die Methoden und den Verlauf der Evaluation informieren und uns mit den Zentren,
die ebenfalls evaluiert wurden, über deren Erfahrungen austauschen. Vielleicht
können KollegInnen, denen solche Verfahren noch bevorstehen, davon profitieren.
Folgende Fragen würden wir gerne diskutieren:
Die AG wird von KonZen angeboten.
Kontakt: Karola Maltry, maltry@staff.uni-marburg.de
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Informationskompetenz in den Gender Studies – Herausforderungen
durch Web2.0 und Lernplattformen
Danilo Vetter, Juliette Emerson, Marius Zierold– HU Berlin
Multimediale und elektronische Lehr- und Lernformen erlangen für die Gender
Studies eine immer größere Bedeutung. Insbesondere der inter-/transdisziplinäre
Austausch zwischen verschiedenen Disziplinen und Perspektiven sowie die nationale
und internationale Vernetzung können vom Einsatz von E-Learning- und Multimediaangeboten
profitieren.
Wir wollen den Rahmen der Angebote zur Informationskompetenz nutzen, um über
laufende Projekte zu berichten und in einen intensiven thematischen Austausch
zu treten.
Inhaltliche Schwerpunkte der Arbeitsgruppentreffen sind:
Es sollen insgesamt drei Veranstaltungen zu Informationskompetenz angeboten werden.
Session 1:
Zur Informationskompetenz zählen folgende Fähigkeiten: den Informationsbedarf
erkennen, die Informationen suchen, die gefunden Informationen organisieren
und selektieren sowie die Präsentation der Informationen. In kurzen Inputbeiträgen
wird über Praxiserfahrungen mit Informationskompetenz berichtet, um ausgehend
von diesen Beispielen einen regen Austausch zu Problemen und Fragen der Informationskompetenz
in Lehre und Studium anzuregen.
Karin Aleksander (Genderbibliothek Berlin) – transdisziplinäre Literatursuche
angefragt: Heike Wiesner (FHW Berlin) – Wikis in der Lehre
Dr. Maisha Eggers (HU Berlin) – Einsatz von Multimediaplattformen im Seminar
Feminist Africa
Sandra Palacsik (Moderation)
Kontakt: AG Informationskompetenz, Danilo Vetter, danilola@freenet.de
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Gute Beispiele für Gender in der Technikentwicklung?
Eine Diskussion aus der Sicht der Gender Studies
Susanne Maaß, Ines Weller – Bremen
Der Workshop wird in seiner Struktur etwas verändert, um den TeilnehmerInnen Raum und Zeit zu bieten, sich gemeinsam mit zwei ausgewählten Fallbeispielen des Forschungsprojektes „Genderaspekte in der Forschung / DiscoverGender“ (Gender-Aspekte in der Forschung. Wie können Gender-Aspekte in Forschungsvorhaben erkannt und bewertet werden?
Außerdem wird der Workshop zeitlich der Gesamttagung angepasst, um allen die Teilnahme an den Plena zu ermöglichen.
Geplanter Ablauf des Workshops in zwei Sessions:
09.45-10.00 Einführung in das Forschungsprojekt „DiscoverGender“ und den Leitfaden sowie in den Workshop
10.00-10.15 Lektüre eines Fallbeispiels (Texte werden zur Verfügung gestellt)
10.15-11.15 Bearbeitung der Fallbeispiele in zwei parallelen Arbeitsgruppen, orientiert am unten angefügten Fragenkatalog – Zusammenfassung der Ergebnisse der beiden Arbeitsgruppen
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14.00-14.30 Jutta Weber: Vorstellung des Fallbeispiels 2.4.1 „Entwicklung eines Pflegeroboters“
14.30-15.00 Zusammenführung der Ergebnisse aus den Fallbeispielen – Diskussion des Leitfadens
15.00-15.30 Diskussion zu den Potenzialen und Grenzen der Integration von Genderperspektiven in die Technikentwicklung – Abschlussrunde
Fragenkatalog
1. Mögliche Fragen zur Bearbeitung des Fallbeispiels
2. Diskussion des Gender-Leitfadens
Kontakt: Prof. Dr. Susanne Maaß, Fachbereich 03 und Zentrum Gender Studies, Universität Bremen, maass@informatik.uni-bremen.de, Prof. Dr. Ines Weller weller@uni-bremen.de
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11:30-13:00 parallel zum Plenum
Gute Beispiele für Gender in der Technikentwicklung? Eine Diskussion aus der Sicht der Gender Studies (Susanne Maaß – Bremen + Ines Weller – Bremen)
Siehe Session 1
14:00-15:30 SESSION 2
Gender goes Praxis. Erfahrungen mit Mentoring für
Gender Studierende
Sandra Schramm, Anna Hartung, Katja Hintze – HU Berlin
In der AG sollen folgende Fragen diskutiert werden:
Kontakt: Anna Hartung, Katja Hintze, Sandra Schramm, Mail: mentoring_gender@gmx.de
Tel.: 030-8441 8003, 0172-168 68 20, Fax: 030-8441 8882,
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Genderprofessuren – Akzeptanz und Wirkung im Feld der
Wissenschaften
Ulla Bock – FU Berlin, Gabi Jähnert – HU Berlin
Genderprofessuren (Professuren mit einer Voll- oder Teil-Denomination für
Frauen- und Geschlechterforschung) gibt es allein an den Universitäten in
Deutschland zurzeit 111. Solche Professuren sind nur ein Indikator für den
Grad der Institutionalisierung von Frauen- und Geschlechterforschung an den
Hochschulen, aber ein wesentlicher, insofern sich gezeigt hat, dass an den
Hochschulen, an denen Genderprofessuren existieren, die Chancen höher sind,
dass noch weitere Aktivitäten zur Institutionalisierung von Gender Studies
unternommen werden und zum Erfolg führen (Einrichtung von Graduiertenkollegs,
Forschungsschwerpunkten, curriculare Verankerung feministischer Theorien in
Studiengängen, Prüfungsordnungen etc.).
Die Beobachtung der Entwicklung der Genderprofessuren (Stellenwert der Gender
Studies in der Denomination der Stelle, Besetzungspolitik und Streichung von
Stellen) lässt folgende These zu: Insgesamt wird die Anzahl der Genderprofessuren
nicht mehr signifikant ansteigen, im Gegenteil, es ist zu befürchten, dass
mit dem Freiwerden – durch Wechsel der Stelleninhaberin an eine andere Hochschule
oder durch Emeritierung der 'ersten' Generation von Professorinnen, die ihre
wissenschaftliche Arbeit hauptsächlich der Frauen- und Geschlechterforschung
in ihrem Fach gewidmet haben – Stellen gestrichen werden.
Fragen zur Diskussion:
Kontakt: Ulla Bock, Freie Universität Berlin, bocku@zedat.fu-berlin.de
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Offene Fachgruppe Geschlechtersoziologie: Umwandlung
der Diplom- und Magisterstudiengänge in BA/MA- Studiengänge
Gabriele Mordt – Halle, Elvira Scheich – Berlin
Die Umstrukturierung der bisherigen Studiengänge in BA/MA-Studiengänge ist
überall in vollem Gange oder schon abgeschlossen. Das sich abzeichnende Bild
ist im Moment notwendig noch unvollständig, es deutet sich aber vor allem
für die BA-Studiengänge eine Tendenz an, die aus Perspektive der Sektion Frauen-
und Geschlechterforschung in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie zumindest
beunruhigend ist: Selbst etablierte Studiengänge für Frauen- und Geschlechterforschung
werden nicht unbedingt in eigenständige BA- und MA- Studiengänge überführt,
sondern schrumpfen häufig zu (Wahlpflicht-)Modulen innerhalb von anderweitig
denominierten BA-Studiengängen.
Bezüglich dieses Phänomens werden verschiedene Erklärungen diskutiert:
Die Sektionsinteressen werden unserer Meinung nach von dieser Entwicklung in mindestens zweierlei Hinsicht berührt:
Der Sektionsrat ist daher sehr daran interessiert, Rückmeldungen über die konkreten
Erfahrungen mit dem Umstrukturierungsprozess in den unterschiedlichen Institutionen
zu sammeln, um sich ein genaueres Bild über den Ist-Zustand machen zu können.
Im Zuge dieses Vorhabens wollen wir für die 5. Jahrestagung der „Konferenz der Einrichtungen für Frauen- und Geschlechterstudien im deutschsprachigen Raum (KEG)“ eine eine offene Fachgruppe zu den Auswirkungen der Modularisierung
von Studiengängen auf die Geschlechtersoziologie ankündigen.
Im Rahmen der nächsten Jahrestagung der Sektion am 16. und 17. November in
Wittenberg besteht die Gelegenheit für die, die an diesem Thema interessiert
sind, das Gespräch fortzusetzen und zu klären, in welcher Hinsicht wir als
Sektion Handlungsbedarf sehen. Ein mögliches Resultat einer solchen Verständigung
könnte die Organisation eines workshops sein, auf dem Problemlagen und Handlungsoptionen
detaillierter diskutiert werden.
Ich werde die hoffentlich zahlreich eingehenden Informationen, Kommentare
und Anregungen, die selbstverständlich alle vertraulich behandelt werden,
sammeln, sichten, und für das Treffen im Rahmen der Jahrestagung aufbereiten.
Kontakt: Gabriele Mordt, gabriele.mordt@hof.uni-halle.de
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Informationskompetenz in den Gender Studies – Herausforderungen
durch Web2.0 und Lernplattformen
Danilo Vetter, Juliette Emerson, Marius Zierold – HU Berlin
Aufbauend auf die Diskussionen in der ersten Session sollen in Session 2 diskutiert
werden:
Hinter einer Vielzahl von Begriffen wie Podcasting, Weblog, Flickr, Youtube,
Wiki, Folksonomy, RSS, Social Tagging verbergen sich Angebote des Web2.0.
In der Podiumsdiskussion sollen auf verschiedensten Ebenen (Forschung, Praxis)
Formen und Angebote des Web 2.0 vorgestellt, thematisiert und analysiert werden.
Das Ziel des Podiums ist es, praktische und theoretische Arbeiten, die sich
mit Web2.0 beschäftigen vorzustellen und Anwendungsbeispiele für die Frauen-
und Geschlechterforschung aufzuzeigen.
Rochus Wolff (Genderblog Berlin) – kollaboratives Weblogen
Tanja Carstensen(TU Hamburg) – Netzwerkbildung und virtuelle Nachbarschaften
Franka Hesse, (Ruhr-Universität Bochum) – Geschlechterverhältnisse in der
Blogosphäre
Danilo Vetter (Gender@Wiki e.V. Berlin) – Perspektivenvielfalt und Wissen
Sandra Stoll (Moderation)
Kontakt: AG Informationskompetenz, Marius Zierold, marius.zierold@student.hu-berlin.de
Gute Beispiele für Gender in der Technikentwicklung? Eine Diskussion aus
der Sicht der Gender Studies (Susanne Maaß – Bremen + Ines Weller – Bremen)
Siehe Session 1
17:15-18:45 SESSION 3
Curriculum: Intersektionalität und Geschlechterforschung
Andrea Bührmann – München
Die Intersektionalitätsanalyse, also der Versuch Differenzkategorien und Dimensionen
von Ungleichheit wie Geschlecht, Ethnie, „Rasse“, Sexualität, Klasse in ihren
Verschränkungen und Überschneidungen zu erforschen, ist in der deutschsprachigen
Geschlechterforschung angekommen und boomt derzeit. In dieser AG, ausgerichtet
von der AG Curriculum Geschlechterforschung, soll nach den (Aus-)Wirkungen
dieser diskursiven Explosion rund um Fragen der Intersektionalität in der
Geschlechterforschung im Allgemeinen und auf die curriculare Gestaltung von
Gender Studies Programmen im Besondern gefragt werden.
Handelt es sich um eine überfällige und vielleicht fundamentale Perspektivenerweiterung
oder bloß um eine mehr oder wenige kurzlebige Modeerscheinung? Ist die Intersektionsanalyse
in der deutschsprachigen Geschlechterforschung wirklich ein neues Forschungsparadigma?
Oder handelt es sich um eine Wiederaufnahme verdrängter, vergessener Ansätze
unter neuem, anderem Label? Welche theoretischen Perspektiven erschließen
sich durch die Intersektionsanalyse und welche Blickwinkel bleiben oder werden
ausgeschlossen? Welche curricularen Konsequenzen ergeben sich für Gender Studies
Programme? In welchen Bereichen sind diese erforderlich und sinnvoll?
Im Zentrum stehen die folgenden Problemkomplexe:
Kontakt: PD Dr. Andrea Bührmann, LMU München,
andrea.buehrmann@soziologie.uni-muenchen.de
Beiträge bitte bis 15.07.07 an Andrea Bührmann.
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Informationskompetenz in den Gender Studies – Herausforderungen
durch Web2.0 und Lernplattformen
Danilo Vetter, Juliette Emerson, Marius Zierold – HU Berlin
Session 3
Im Oktober startete das Gender@Wiki, um ein kollaboratives Fachwiki der Frauen-
und Geschlechterforschung im Internet zu verankern. Im ersten Teil des Workshops
wird nach einer kurzen Vorstellung von Wikis, eine praktische Einführung in
die Benutzung des Wikis angeboten. Es soll aufgezeigt werden, wie im Gender@Wiki
gesucht, geschrieben und kommuniziert werden kann. Im zweiten Teil werden
Möglichkeiten aufgezeigt, wie das Wiki in Studium und Lehre eingebunden werden
kann. Da der Workshop in einem Computerpool angeboten wird, ist die Teilnehmer_innenzahl
beschränkt. Um Voranmeldung wird gebeten.
Juliette Emerson (Gender@Wiki) und Ulrike Sliwinski.
Kontakt: AG Informationskompetenz, Juliette Emerson, JulietteEmerson@genderwiki.de
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Gender Studies, Nachwuchs und Soziale Bewegungen: Synergien?
Utta Isop - ZFG Klagenfurt
Wie bedeutsam sind Soziale Bewegungen für VertreterInnen der Gender und Queer
Studies im deutschsprachigen Raum? Spielen aktuelle europäische Soziale Bewegungen
eine bedeutsame Rolle für die Eröffnung neuer Forschungsfelder in Gender und
Queer Studies? Üben anglo-amerikanische soziale Bewegungen mehr Einfluss auf
Gender und Queer Studies im deutschsprachigen Raum aus als europäische? Welchen
Stellenwert haben aktuelle Soziale Bewegungen im deutschsprachigen Raum in
Bezug auf die Eröffnung neuer Forschungsfelder in Gender Studies? Welche Sozialen
Bewegungen spielen für den Nachwuchs der Gender und Queer Studies eine besonders
große Rolle? Wo lassen sich weitere Synergien zwischen aktuellen Sozialen
Bewegungen und Gender/Queer Studies vorstellen?
Beispiel: Inwiefern lassen sich z.B. Synergien in einer Forderung nach dem
Abbau von Identifizierungsprozessen zwischen Queer Studies, Migrations Studies
und Security Studies realisieren? Inwiefern ließen sich dadurch Teile der
Queer Bewegung und der MigrantInnen Bewegungen in der Forderung nach dem Abbau
von z.B. juridischen Identifizierungsprozessen oder Sicherheitstechnologien
zur Identifizierung von Menschen vereinen?
Kontakt: utta.isop@uni-klu.ac.at; Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung,
Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
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