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  • FREITAG, 26.10.2007

    14.15-15.30 TRANSDISZIPLINÄRE LEHRE UND VERMITTLUNG IN DEN GENDER STUDIES AN DER HU

    Körper – Kultur – Materialität. Transdisziplinäre Reflektionen zum brisanten Verhältnis von Natur-, Technik- und Kulturwissenschaft
    Gabi Dietze (Kulturwissenschaft), Kerstin Palm (Naturwissenschaftsforschung)

    Die Materialität von Körpern steht im Zentrum der Gender Studies, weil sich daran maßgebliche soziale, kulturelle und identitätspolitische Äußerungsweisen von Geschlecht festmachen. Je nach disziplinärem Zugriff werden dabei sehr unterschiedliche Problemhorizonte von Materialität entfaltet, die oft in einem spannungsreichen Verhältnis zueinander stehen.
    Wir werden am Beispiel des besonders brisanten Verhältnisses von Biologie und Kulturwissenschaft transdisziplinäre Reflektionsweisen diskutieren, die wir in gemeinsamen Teamteachingseminaren entwickelt haben.

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    E-Learning und methodische Kompetenzen in der Geschlechterforschung. Transdisziplinarität anhand der gemeinsamen Erarbeitung eines Wiki-Beitrags zu „Männlichkeiten“
    Maisha Eggers (Erziehungswissenschaft), Danilo Vetter (Bibliothekswissenschaft)

    In diesem Workshop werden wir anhand eines überuniversitären Projekts (durchgeführt im Sommersemester 2006 gleichzeitig an den Universitäten Humboldt-Berlin, Gießen und Kiel) beispielhaft den Erwerb von methodischen Kompetenzen der Frauen- und Geschlechterforschung durch E-Learning veranschaulichen. Wir werden mittels der Methode der kollektiven Erinnerungsarbeit (Frigga Haug) in Kleingruppen an einer gemeinsamen Erinnerungsszene arbeiten. Die ausgesuchte Szene wurde im Rahmen des virtuellen Seminars „Interdependenzen“ 2006 verfasst. Die Analyse des Materials setzt eine Auseinandersetzung mit Männlichkeit(en) voraus. Die exemplarische Bearbeitung dieser Szene wollen wir als Möglichkeit nutzen um über den Einsatz von E-Learning in der transdisziplinären Lehre insbesondere in Verbindung mit der Umsetzung von feministische Methoden online gemeinsam zu diskutieren. Dabei ist der gewählte Gegenstand „masculinities“ – einer der sich sehr gut eignet, die Bedeutsamkeit transdisziplinärer Analysearbeit herauszustreichen.
    Jede Kleingruppe wird für einen methodischen Schritt verantwortlich, insofern kann ein Gesamtergebnis erst durch die aufeinanderfolgende Bearbeitungen der Szene durch die weiteren Gruppen (am Computer) entstehen.

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    Mathematik und Gender Studies – (Un)Möglichkeiten einer Begegnung. Transdisziplinarität als Begriffsarbeit anhand der„Zahl“
    Christine Scharlach (Mathematik), Daniela Döring (Kulturwissenschaft)

    Der Workshop fokussiert die (Un)Möglichkeiten einer Begegnung zwischen Mathematik und Gender-Studies. Transdisziplinäres Arbeiten soll hier als Begriffsdiskussion erprobt werden, wobei der Ausgangspunkt des Workshops der Begriff der Zahl sein wird. Zahlen stellen ein fundamentales Grundwerkzeug der Mathematik dar. Sie konstituieren eine Sprache, die sich als Notation im abstrakten Gewand scheinbar fern von gesellschaftlichen Einflüssen und Bedingtheiten zeigt. Entgegen dieser Argumentation fragen wir nach den Spuren des Sozialen, Kulturellen und der Geschlechterverhältnisse in der Mathematik. Wie wird mit dieser formalisierten Sprache die Kategorie Geschlecht implizit oder explizit mit formuliert?
    Im Mittelpunkt des Workshops stehen drei verschiedene Texte, die sich der Zahl (voraussichtlich) aus mathematischer, neurowissenschaftlicher und kulturhistorischer Sicht widmen. Anhand dieser sehr knapp gehaltenen Textauszüge werden wir versuchen, einige Positionen, Grundannahmen, Zielrichtungen sowie methodische und epistemologische Aspekte in der Auseinandersetzung mit der Zahl heraus zu kristallisieren. Unter Berücksichtigung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden soll diskutiert werden, inwieweit und unter welchen Bedingungen man diese Texte miteinander ins Gespräch bringen und für eine wissenschaftskritische Forschung fruchtbar machen kann (sofern es die Zeit zulässt soll dies als Rollenspiel erprobt werden). Wie lässt sich eine Kritik formulieren, ohne beispielsweise die mathematische Tätigkeit grundsätzlich in Frage zu stellen? Lassen sich neben wissenschaftskritischen Ansätzen auch Anknüpfungspunkte für gendersensible Lesarten aufzeigen?
    In der abschließenden Feedback-Diskussion wollen wir gemeinsam zusammentragen, welche Herausforderungen, Grenzen und Schwierigkeiten sich für transdisziplinäres Arbeiten aufzeigen lassen.

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    Interventionen gegen Diskriminierung: Transdisziplinäre Blicke auf das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG)
    Sandra Lewalter (Rechtswissenschaft), Sandra Smykalla (Erziehungswissenschaft)

    In geschlechtertheoretischen Auseinandersetzungen um Intersektionalität gewinnt die Frage nach der Beharrlichkeit oder Instabilität der Strukturkategorie Geschlecht sowie das Dilemma der Festschreibung und Auflösung von Differenzen an Bedeutung. Gleichzeitig werden in der Praxis von Organisationen die Ermöglichung von Vielfalt und die Beförderung von Gleichstellung mit den Strategien Gender Mainstreaming (GM) und Diversity Management (DM) adressiert. Durch neue rechtliche Rahmenbedingungen, wie das im August 2006 in Kraft getretene AGG, entstehen daraus neue Herausforderungen sowohl für gleichstellungspolitisches Handeln als auch für intersektionale Forschungsansätze.
    Wir wollen im Workshop der Frage nachgehen, wie transdiziplinäre Blicke auf einen Lehr- und Forschungsgegenstand entstehen. Wir zeigen dies, indem wir untersuchen, welche Lesarten von Gender, Vielfalt und Differenz sich in einen Rechtstext einschreiben bzw. durch ihn hergestellt werden. Am Beispiel des AGG werden Chancen und Grenzen von Anti-Diskriminierungspraxen untersucht und diskutiert, welche Herausforderungen dies für eine zukünftige Rechtspraxis und für eine transdisziplinäre Forschung hat.

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    Workshop – Transdisziplinarität: Irritation und Bereicherung? Studentische Erfahrungen
    Sandra Stoll, Frauke Heidenreich, Ulrike Sliwinski (Studierende der Gender Studies)

    Der Workshop möchte dazu einladen den studentischen Umgang mit Transdisziplinarität im Studium erfahrbar zu machen. Welche Herausforderungen begleiten Studierende? Wie anregend können vielfältige Perspektiven bei der Erarbeitung von Wissen sein? Inwieweit ergeben sich aus diesen hohen Grad von Wissenstransfer Problemstellungen? Gibt es theoretische Spannungen zwischen den Disziplinen, denen die Studierenden ausgesetzt sind? Diese Fragen und noch viel mehr möchte der Workshop im lebendigen Austausch mit den TeilnehmerInnen versuchen zu beantworten.

    Wir freuen uns darauf.

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    SAMSTAG, 27.10.2007

    9:30-11:15 SESSION 1

    Berufsperspektiven von Gender Studies
    „... wo sind sie geblieben?” Die AbsolventInnen der Gender Studies in Berlin

    Christine Bauhardt, Ilona Pache – HU Berlin

    Wir werden im Workshop die ersten Ergebnisse unserer Verbleibstudie vorstellen, bei der wir eine möglichst vollständige Erhebung der AbvsolventInnen des Berliner Magisterstudienganges anstreben. Dabei fragen wir nach den beruflichen Aktivitäten, den Kompetenzen, die aus dem Studium heraus in der Berufspraxis Anwendung finden, welche Kompetenzen möglicherweise fehlen und im Studium vielleicht zu vermitteln wären. Ein Schwerpunkt ist, wie sich die Ausbildungsziele - Erwerb von Gender- und transdisziplinärer Kompetenz - auf das professionelle Leben der AbsolventInnen auswirken. Da es sich um Work in Progress handelt, sind wir an einem Austausch mit KollegInnen interessiert, die möglicherweise an ähnlichen Verbleibstudien arbeiten.
    Kontakt: Ilona Pache, ilona.pache@gender.hu-berlin.de

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    Wissenschaftlicher Nachwuchs in den Gender Studies – Perspektiven, Potenziale, Probleme
    Sven Glawion – HU Berlin

    In Anschluss an die Diskussion auf der GST/Frankfurt 2006 möchten wir, der wissenschaftliche Nachwuchs in den Gender Studies, auch die diesjährige Tagung zum Austausch und zur Vernetzung nutzen. Fokussieren möchten wir dabei unsere (berufliche) Zukunft: Wie könnte diese Zukunft (inner- und außeruniversitär) überhaupt aussehen? Welche Strategien erscheinen uns als sinnvoll, um unsere jeweiligen Ziele zu erreichen? Wie sieht unser Anteil an der Verstetigung der Gender Studies aus? Sehen wir die Zukunft eher optimistisch oder pessimistisch? Welche Formen der Organisation halten wir für geeignet, um uns auch zukünftig in den Gender Studies positionieren und diese damit auch verstetigen zu können?
    Wichtig ist es uns, dass wir im Anschluss unsere Ergebnisse im Gesamt-Plenum präsentieren und dort auch mit allen Teilnehmenden diskutieren können.
    Die AG wird angeboten vom Graduiertenkolleg „Geschlecht als Wissenskategorie“ (HU Berlin).
    Kontakt: sven.glawion@rz.hu-berlin.de
    AdressatInnen:
    offen, besonders aber Studierende, AbsolventInnen, Promovierende und Post-Docs aus den Forschungsfeldern Frauen- und Geschlechterstudien

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    Evaluation der universitären Frauen- und Geschlechterforschungseinrichtungen – Informations- und Erfahrungsaustausch
    KonZen – Karola Maltry u.a.

    Im Herbst 2006 wurden die hessischen Zentren für Frauen- und Geschlechterforschung an den fünf Universitäten Frankfurt, Kassel, Marburg, Darmstadt und Gießen evaluiert. Auftraggeber war das HMWK (Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst), das die Zentren bis Ende 2006 aus Mitteln des HWP-Programms anteilig mitfinanziert hat.
    Wir von KonZen (Konferenz der Zentren und Einrichtungen für Frauen- und Genderforschung in Hessen) möchten interessierte Kolleginnen aus den anderen Zentren über die Methoden und den Verlauf der Evaluation informieren und uns mit den Zentren, die ebenfalls evaluiert wurden, über deren Erfahrungen austauschen. Vielleicht können KollegInnen, denen solche Verfahren noch bevorstehen, davon profitieren. Folgende Fragen würden wir gerne diskutieren:

  • Waren die Evaluationen der Situation der Zentren angemessen?
  • Wie sind die Ergebnisse dieser Evaluationen zu beurteilen?
  • Welche Konsequenzen hatte die Evaluation für die weitere Zukunft der Zentren?
  • Wie lassen sich die Ergebnisse der Evaluationen für die hochschulpolitische Diskussion und den
    Kampf um Ressourcen nutzen?
  • Was ist nützlich an den Evaluationen, was problematisch?
  • Sollten Anforderungen für künftige Evaluationen formuliert werden?
  • Die AG wird von KonZen angeboten.
    Kontakt: Karola Maltry, maltry@staff.uni-marburg.de

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    Informationskompetenz in den Gender Studies – Herausforderungen durch Web2.0 und Lernplattformen
    Danilo Vetter, Juliette Emerson, Marius Zierold– HU Berlin

    Multimediale und elektronische Lehr- und Lernformen erlangen für die Gender Studies eine immer größere Bedeutung. Insbesondere der inter-/transdisziplinäre Austausch zwischen verschiedenen Disziplinen und Perspektiven sowie die nationale und internationale Vernetzung können vom Einsatz von E-Learning- und Multimediaangeboten profitieren.
    Wir wollen den Rahmen der Angebote zur Informationskompetenz nutzen, um über laufende Projekte zu berichten und in einen intensiven thematischen Austausch zu treten.
    Inhaltliche Schwerpunkte der Arbeitsgruppentreffen sind:

  • Was heißt Informationskompetenz in den Gender Studies?
  • Austausch von Erfahrungen (Finanzierungsmöglichkeiten, Probleme in der Umsetzung, ...)
  • Auseinandersetzung mit dem Web2.0 (Weblogs, Wikis, ...)
  • Es sollen insgesamt drei Veranstaltungen zu Informationskompetenz angeboten werden.
    Session 1:

  • Informationskompetenz in den Gender Studies (Erfahrungsaustausch)
  • Zur Informationskompetenz zählen folgende Fähigkeiten: den Informationsbedarf erkennen, die Informationen suchen, die gefunden Informationen organisieren und selektieren sowie die Präsentation der Informationen. In kurzen Inputbeiträgen wird über Praxiserfahrungen mit Informationskompetenz berichtet, um ausgehend von diesen Beispielen einen regen Austausch zu Problemen und Fragen der Informationskompetenz in Lehre und Studium anzuregen.
    Karin Aleksander (Genderbibliothek Berlin) – transdisziplinäre Literatursuche
    angefragt: Heike Wiesner (FHW Berlin) – Wikis in der Lehre
    Dr. Maisha Eggers (HU Berlin) – Einsatz von Multimediaplattformen im Seminar Feminist Africa
    Sandra Palacsik (Moderation)
    Kontakt: AG Informationskompetenz, Danilo Vetter, danilola@freenet.de

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    Gute Beispiele für Gender in der Technikentwicklung? Eine Diskussion aus der Sicht der Gender Studies
    Susanne Maaß, Ines Weller – Bremen

    Der Workshop wird in seiner Struktur etwas verändert, um den TeilnehmerInnen Raum und Zeit zu bieten, sich gemeinsam mit zwei ausgewählten Fallbeispielen des Forschungsprojektes „Genderaspekte in der Forschung / DiscoverGender“ (Gender-Aspekte in der Forschung. Wie können Gender-Aspekte in Forschungsvorhaben erkannt und bewertet werden? Susanne Bührer, Martina Schraudner (Hrsg.), Fraunhofer Irb Verlag (2006)) auseinanderzusetzen, das von der Fraunhofer-Gesellschaft gemeinsam mit der Europäischen Akademie für Frauen in Wirtschaft und Politik EAF Berlin durchgeführt wurde. Unser Ziel ist es, einen differenzierten Bezug zur aktuellen Genderforschung herzustellen und zu überlegen, inwieweit der Leitfaden und die Beispiele dazu geeignet sind, das Thema Gender mit seinen verschiedenen Facetten konstruktiv in die Technikentwicklung einzuführen.

    Außerdem wird der Workshop zeitlich der Gesamttagung angepasst, um allen die Teilnahme an den Plena zu ermöglichen.

    Geplanter Ablauf des Workshops in zwei Sessions:

    09.45-10.00 Einführung in das Forschungsprojekt „DiscoverGender“ und den Leitfaden sowie in den Workshop

    10.00-10.15 Lektüre eines Fallbeispiels (Texte werden zur Verfügung gestellt)

  • Fallbeispiel 2.3.3: „Entwicklung von transgenen Pflanzen für die Produktion
    von pharmazeutischen Wirkstoffen“

  • Fallbeispiel 2.5.2: „Virtuelle Mobilitätszentrale“
  • 10.15-11.15 Bearbeitung der Fallbeispiele in zwei parallelen Arbeitsgruppen, orientiert am unten angefügten Fragenkatalog – Zusammenfassung der Ergebnisse der beiden Arbeitsgruppen

    ----------------------------------------

    14.00-14.30 Jutta Weber: Vorstellung des Fallbeispiels 2.4.1 „Entwicklung eines Pflegeroboters“

    14.30-15.00 Zusammenführung der Ergebnisse aus den Fallbeispielen – Diskussion des Leitfadens

    15.00-15.30 Diskussion zu den Potenzialen und Grenzen der Integration von Genderperspektiven in die Technikentwicklung – Abschlussrunde

    Fragenkatalog

    1. Mögliche Fragen zur Bearbeitung des Fallbeispiels

  • Wie ist der Stand der Forschung und des Wissens der (technikbezogenen) Geschlechterforschung
    zu der jeweiligen Thematik?
  • Welche Genderkonzepte liegen dem Fallbeispiel zu Grunde?
  • Welche Ansätze oder Ergebnisse der Geschlechterforschung werden thematisiert
    (z.B. Berücksichtigung von Geschlechterdifferenzen, der Kontextualisierung von Geschlecht,
    des „Metadiskurses über Ko-Konstruktion von Technik und Geschlecht“,
    Geschlecht als Platzanwei-ser für soziale Ungleichheitslagen)? Was fehlt?
  • Zu welchen Ergebnissen führt die Thematisierung von Gender im Fall-beispiel?
  • 2. Diskussion des Gender-Leitfadens

  • Wie sind die Genderfragen zu beurteilen?
  • Könnten die Fragen um andere ergänzt werden?
  • Legen sie den Fokus zu einseitig auf Geschlechterdifferenzen und „die“ Frauen bzw. „die“ Männer?
    Führt dies in die Irre?
  • Inwiefern eignet sich der Leitfaden für die verschiedenen Phasen des Forschungsprozesses
    (Konzeptentwicklung – Umsetzung – Evaluati-on)?
  • Kann er zur Re-Formulierung von Entwicklungszielen, Forschungsfra-gen und –methodik beitragen?
  • Kontakt: Prof. Dr. Susanne Maaß, Fachbereich 03 und Zentrum Gender Studies, Universität Bremen, maass@informatik.uni-bremen.de, Prof. Dr. Ines Weller weller@uni-bremen.de

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    SAMSTAG, DEN 27.10.2007

    11:30-13:00 parallel zum Plenum

    Gute Beispiele für Gender in der Technikentwicklung? Eine Diskussion aus der Sicht der Gender Studies (Susanne Maaß – Bremen + Ines Weller – Bremen)

    Siehe Session 1

    SAMSTAG, 27.10.2007

    14:00-15:30 SESSION 2

    Gender goes Praxis. Erfahrungen mit Mentoring für Gender Studierende
    Sandra Schramm, Anna Hartung, Katja Hintze – HU Berlin

    In der AG sollen folgende Fragen diskutiert werden:

  • Was bringt Mentoring für Studierende?
  • Was bringt es im besonderen für Gender-Studierende?
  • Wie entsteht ein Mentoring-Programm?
  • Was ist das Innovative an dem Mentoring-Programm der Gender Studies der HU-Berlin?
  • Wie können Mentoring-Programme für Öffentlichkeitsarbeit und nationale und internationale
    Vernetzung der Gender Studies genutzt werden?
  • Mentoring, der andere Weg in Gesellschaft und Mainstream?!
  • Kontakt: Anna Hartung, Katja Hintze, Sandra Schramm, Mail: mentoring_gender@gmx.de
    Tel.: 030-8441 8003, 0172-168 68 20, Fax: 030-8441 8882,

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    Genderprofessuren – Akzeptanz und Wirkung im Feld der Wissenschaften
    Ulla Bock – FU Berlin, Gabi Jähnert – HU Berlin

    Genderprofessuren (Professuren mit einer Voll- oder Teil-Denomination für Frauen- und Geschlechterforschung) gibt es allein an den Universitäten in Deutschland zurzeit 111. Solche Professuren sind nur ein Indikator für den Grad der Institutionalisierung von Frauen- und Geschlechterforschung an den Hochschulen, aber ein wesentlicher, insofern sich gezeigt hat, dass an den Hochschulen, an denen Genderprofessuren existieren, die Chancen höher sind, dass noch weitere Aktivitäten zur Institutionalisierung von Gender Studies unternommen werden und zum Erfolg führen (Einrichtung von Graduiertenkollegs, Forschungsschwerpunkten, curriculare Verankerung feministischer Theorien in Studiengängen, Prüfungsordnungen etc.).
    Die Beobachtung der Entwicklung der Genderprofessuren (Stellenwert der Gender Studies in der Denomination der Stelle, Besetzungspolitik und Streichung von Stellen) lässt folgende These zu: Insgesamt wird die Anzahl der Genderprofessuren nicht mehr signifikant ansteigen, im Gegenteil, es ist zu befürchten, dass mit dem Freiwerden – durch Wechsel der Stelleninhaberin an eine andere Hochschule oder durch Emeritierung der 'ersten' Generation von Professorinnen, die ihre wissenschaftliche Arbeit hauptsächlich der Frauen- und Geschlechterforschung in ihrem Fach gewidmet haben – Stellen gestrichen werden.
    Fragen zur Diskussion:

    1. Bedeutet eine Stagnation bzw. Abnahme der Anzahl der Genderprofessuren zugleich auch ein
      Rückgang der professoralen Vertretung von Frauen- und Geschlechterforschung
      an den Universitäten?
    2. Korreliert das Maß der Akzeptanz der Genderprofessuren mit der Bedeutung
      (Bewertung/Positionierung), die der Frauen- und Geschlechterforschung in Lehre und
      Forschung beigemessen wird?
    3. Ist das Erreichte bedroht, wie die Kolleginnen aus Nordrhein-Westfalen
      (Sigrid Metz-Göckel und Beate Kortendiek) behaupten?
    4. Könnte es sein, dass der Genderaspekt heute so selbstverständlich in Forschung und Lehre
      integriert ist (bzw. der Entwicklungsprozess dahin geht), dass es keine expliziten
      Genderprofessuren mehr bedarf, um in den Hochschulen die Diskurse der Gender Studies
      forciert zu führen? Denn – neben den expliziten Genderprofessuren gibt es noch weitaus mehr
      Wissenschaftler/innen, die im Bereich Frauen- und Geschlechterforschung forschen und lehren,
      ohne eine eigens dafür geschaffene Stelle zu haben.

    Kontakt: Ulla Bock, Freie Universität Berlin, bocku@zedat.fu-berlin.de

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    Offene Fachgruppe Geschlechtersoziologie: Umwandlung der Diplom- und Magisterstudiengänge in BA/MA- Studiengänge
    Gabriele Mordt – Halle, Elvira Scheich – Berlin

    Die Umstrukturierung der bisherigen Studiengänge in BA/MA-Studiengänge ist überall in vollem Gange oder schon abgeschlossen. Das sich abzeichnende Bild ist im Moment notwendig noch unvollständig, es deutet sich aber vor allem für die BA-Studiengänge eine Tendenz an, die aus Perspektive der Sektion Frauen- und Geschlechterforschung in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie zumindest beunruhigend ist: Selbst etablierte Studiengänge für Frauen- und Geschlechterforschung werden nicht unbedingt in eigenständige BA- und MA- Studiengänge überführt, sondern schrumpfen häufig zu (Wahlpflicht-)Modulen innerhalb von anderweitig denominierten BA-Studiengängen.
    Bezüglich dieses Phänomens werden verschiedene Erklärungen diskutiert:

  • Genderforschung als eigenständiger Studiengang ist nicht mehr erforderlich, da Gender zum
    Querschnittsthema in allen Studiengängen wird
  • Frauen- und Geschlechterforschung wird eher auf der MA- denn auf der BA-Ebene angesiedelt
  • die Umwandlung ursprünglich personenorientierter Studienangebote in neue Strukturen misslingt
  • Die Sektionsinteressen werden unserer Meinung nach von dieser Entwicklung in mindestens zweierlei Hinsicht berührt:

  • Der „Schwund“ des Angebots „Frauen- und Geschlechtersoziologie“ auf der BA-Ebene kann sich
    negativ auf die Nachwuchsqualifizierung auswirken.
  • Mit dem Rückbau der Strukturen wird aller Wahrscheinlichkeit auch ein Rückbau der Stellen in diesem
    Fachgebiet einhergehen.
  • Der Sektionsrat ist daher sehr daran interessiert, Rückmeldungen über die konkreten Erfahrungen mit dem Umstrukturierungsprozess in den unterschiedlichen Institutionen zu sammeln, um sich ein genaueres Bild über den Ist-Zustand machen zu können.
    Im Zuge dieses Vorhabens wollen wir für die 5. Jahrestagung der „Konferenz der Einrichtungen für Frauen- und Geschlechterstudien im deutschsprachigen Raum (KEG)“ eine eine offene Fachgruppe zu den Auswirkungen der Modularisierung von Studiengängen auf die Geschlechtersoziologie ankündigen.
    Im Rahmen der nächsten Jahrestagung der Sektion am 16. und 17. November in Wittenberg besteht die Gelegenheit für die, die an diesem Thema interessiert sind, das Gespräch fortzusetzen und zu klären, in welcher Hinsicht wir als Sektion Handlungsbedarf sehen. Ein mögliches Resultat einer solchen Verständigung könnte die Organisation eines workshops sein, auf dem Problemlagen und Handlungsoptionen detaillierter diskutiert werden.
    Ich werde die hoffentlich zahlreich eingehenden Informationen, Kommentare und Anregungen, die selbstverständlich alle vertraulich behandelt werden, sammeln, sichten, und für das Treffen im Rahmen der Jahrestagung aufbereiten.
    Kontakt: Gabriele Mordt, gabriele.mordt@hof.uni-halle.de

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    Informationskompetenz in den Gender Studies – Herausforderungen durch Web2.0 und Lernplattformen
    Danilo Vetter, Juliette Emerson, Marius Zierold – HU Berlin

    Aufbauend auf die Diskussionen in der ersten Session sollen in Session 2 diskutiert werden:

  • Das Web2.0 und Frauen- und Geschlechterforschung – (Podiumsdiskussion)
  • Hinter einer Vielzahl von Begriffen wie Podcasting, Weblog, Flickr, Youtube, Wiki, Folksonomy, RSS, Social Tagging verbergen sich Angebote des Web2.0. In der Podiumsdiskussion sollen auf verschiedensten Ebenen (Forschung, Praxis) Formen und Angebote des Web 2.0 vorgestellt, thematisiert und analysiert werden. Das Ziel des Podiums ist es, praktische und theoretische Arbeiten, die sich mit Web2.0 beschäftigen vorzustellen und Anwendungsbeispiele für die Frauen- und Geschlechterforschung aufzuzeigen.
    Rochus Wolff (Genderblog Berlin) – kollaboratives Weblogen
    Tanja Carstensen(TU Hamburg) – Netzwerkbildung und virtuelle Nachbarschaften
    Franka Hesse, (Ruhr-Universität Bochum) – Geschlechterverhältnisse in der Blogosphäre
    Danilo Vetter (Gender@Wiki e.V. Berlin) – Perspektivenvielfalt und Wissen
    Sandra Stoll (Moderation)
    Kontakt: AG Informationskompetenz, Marius Zierold, marius.zierold@student.hu-berlin.de

    Gute Beispiele für Gender in der Technikentwicklung? Eine Diskussion aus der Sicht der Gender Studies (Susanne Maaß – Bremen + Ines Weller – Bremen)
    Siehe Session 1


    SAMSTAG, 27.10.2007

    17:15-18:45 SESSION 3

    Curriculum: Intersektionalität und Geschlechterforschung
    Andrea Bührmann – München

    Die Intersektionalitätsanalyse, also der Versuch Differenzkategorien und Dimensionen von Ungleichheit wie Geschlecht, Ethnie, „Rasse“, Sexualität, Klasse in ihren Verschränkungen und Überschneidungen zu erforschen, ist in der deutschsprachigen Geschlechterforschung angekommen und boomt derzeit. In dieser AG, ausgerichtet von der AG Curriculum Geschlechterforschung, soll nach den (Aus-)Wirkungen dieser diskursiven Explosion rund um Fragen der Intersektionalität in der Geschlechterforschung im Allgemeinen und auf die curriculare Gestaltung von Gender Studies Programmen im Besondern gefragt werden.
    Handelt es sich um eine überfällige und vielleicht fundamentale Perspektivenerweiterung oder bloß um eine mehr oder wenige kurzlebige Modeerscheinung? Ist die Intersektionsanalyse in der deutschsprachigen Geschlechterforschung wirklich ein neues Forschungsparadigma? Oder handelt es sich um eine Wiederaufnahme verdrängter, vergessener Ansätze unter neuem, anderem Label? Welche theoretischen Perspektiven erschließen sich durch die Intersektionsanalyse und welche Blickwinkel bleiben oder werden ausgeschlossen? Welche curricularen Konsequenzen ergeben sich für Gender Studies Programme? In welchen Bereichen sind diese erforderlich und sinnvoll?
    Im Zentrum stehen die folgenden Problemkomplexe:

  • Was ist in methodologischer Perspektive das Spezifische der Intersektionalität?
  • Welche Anforderungen stellt die Intersektionalitätsanalyse an die Methodenausbildung?
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  • Wie kann das theoretische wie methodische Verhältnis zwischen Intersektionalitätsanalysen und Geschlechterforschung bestimmt werden?
  • Kontakt: PD Dr. Andrea Bührmann, LMU München,
    andrea.buehrmann@soziologie.uni-muenchen.de
    Beiträge bitte bis 15.07.07 an Andrea Bührmann.

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    Informationskompetenz in den Gender Studies – Herausforderungen durch Web2.0 und Lernplattformen
    Danilo Vetter, Juliette Emerson, Marius Zierold – HU Berlin

    Session 3

  • Das Gender@Wiki in Forschung und Lehre (Workshop)
  • Im Oktober startete das Gender@Wiki, um ein kollaboratives Fachwiki der Frauen- und Geschlechterforschung im Internet zu verankern. Im ersten Teil des Workshops wird nach einer kurzen Vorstellung von Wikis, eine praktische Einführung in die Benutzung des Wikis angeboten. Es soll aufgezeigt werden, wie im Gender@Wiki gesucht, geschrieben und kommuniziert werden kann. Im zweiten Teil werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie das Wiki in Studium und Lehre eingebunden werden kann. Da der Workshop in einem Computerpool angeboten wird, ist die Teilnehmer_innenzahl beschränkt. Um Voranmeldung wird gebeten.
    Juliette Emerson (Gender@Wiki) und Ulrike Sliwinski.
    Kontakt: AG Informationskompetenz, Juliette Emerson, JulietteEmerson@genderwiki.de

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    Gender Studies, Nachwuchs und Soziale Bewegungen: Synergien?
    Utta Isop - ZFG Klagenfurt

    Wie bedeutsam sind Soziale Bewegungen für VertreterInnen der Gender und Queer Studies im deutschsprachigen Raum? Spielen aktuelle europäische Soziale Bewegungen eine bedeutsame Rolle für die Eröffnung neuer Forschungsfelder in Gender und Queer Studies? Üben anglo-amerikanische soziale Bewegungen mehr Einfluss auf Gender und Queer Studies im deutschsprachigen Raum aus als europäische? Welchen Stellenwert haben aktuelle Soziale Bewegungen im deutschsprachigen Raum in Bezug auf die Eröffnung neuer Forschungsfelder in Gender Studies? Welche Sozialen Bewegungen spielen für den Nachwuchs der Gender und Queer Studies eine besonders große Rolle? Wo lassen sich weitere Synergien zwischen aktuellen Sozialen Bewegungen und Gender/Queer Studies vorstellen?
    Beispiel: Inwiefern lassen sich z.B. Synergien in einer Forderung nach dem Abbau von Identifizierungsprozessen zwischen Queer Studies, Migrations Studies und Security Studies realisieren? Inwiefern ließen sich dadurch Teile der Queer Bewegung und der MigrantInnen Bewegungen in der Forderung nach dem Abbau von z.B. juridischen Identifizierungsprozessen oder Sicherheitstechnologien zur Identifizierung von Menschen vereinen?

    Kontakt: utta.isop@uni-klu.ac.at; Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

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