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  • Im deutschsprachigen Raum wurde die Frage lange Zeit kontrovers diskutiert, ob Gender Studies lediglich dezentral innerhalb bestehender Studiengänge integriert oder auch in Form eigenständiger Studiengänge etabliert werden sollte. So kam es, verglichen mit den anglo-amerikanischen oder den nordeuropäischen Ländern erst zu einer vergleichsweise späten Einrichtung von eigenständigen Hochschulabschlüssen im Bereich der Gender Studies. 1997 wurden an der Humboldt-Universität zu Berlin der erste Magisterhaupt- und -nebenfachstudiengang Gender Studies und an der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg der erste Aufbau- und Nebenfachstudiengang in den Gender Studies eingerichtet. Es folgten weitere Magisternebenfächer in Freiburg und Göttingen sowie ein MA und Nebenfach in Hamburg.

    Im Rahmen des Bolognaprozesses erfolgt gegenwärtig die Umstellung auf die BA/MA-Struktur. BA-Studiengänge in den Gender Studies sind bereits eingerichtet in Basel, an der HU Berlin, in Bremen, Göttingen und Konstanz. MA-Studiengänge existieren in der Schweiz in Basel, Zürich, Fribourg, in Österreich in Wien und Graz sowie in Deutschland in Bochum, Bielefeld, Göttingen und ab WS 2008 an der HU Berlin.

    Einen genaueren Überblick über bestehende Studiengänge im deutschsprachigen Raum bieten der "Studienführer Gender Studies", die Datenbank „Gender in gestufte Studiengänge“ (NRW) sowie Linklisten wie der HU und FU.